
Erst regnet es und dann viel Sonne! Im Hanggarten an der Planaterrastrasse in Chur wächst alles fröhlich drauflos. Auch dort, wo man es eigentlich nicht so gern hat, nämlich auf dem Pflastersteinboden beim Südausgang sowie oben beim Grillplatz. Diese beiden Erholungsplätze präsentieren sich derzeit nicht mehr so aufgeräumt wie im Frühjahr. Schuld ist das sogenannte Unkraut, das sich frisch und munter zwischen Kieselsteinen hervor drängt. Die grosse Frage: wie bekommt man das unerwûnschte Grün wieder los?
Beim Südausgang haben ein paar Leute Handarbeit angelegt, das heisst mit krummem Rücken und Ziehen und Rupfen haben sie das sogenannte Berufskraut – ein invasipher Neophyt- ausgezogen. Wohl wissend, dass diese beharrliche Pflanze erneut hervordringt und Ärger macht.
Anders auf dem Kiesweg zum Grillplatz. Unsere Gartenfachfrau Christine hat es nämlich aufgegeben, Leute zum Jäten aufzurufen. Diese Sisiphusarbeit-also etwas, das stets von Neuem erforderlich ist und doch nichts bringt-findet keine Freunde im Haus. Man habe dies wohl früher falsch eingeschätzt, blickt Christine auf die Anfänge der Genossenschaft bainviver zurück. Freiwilligenarbeit ist ja wichtig, aber die einen haben genug zu tun mit dem eigenen Gemüsebeet und die andern sind vielleicht noch in Studium oder Arbeit eingebunden.
Zukünftig müsse man wohl eine solide Hauswartstelle ausschreiben, sagt Christine. Denn es geht im oberen Teil des Areals auch um Winden, Brombeeren, Efeu, Hopfen, wilde Reben, die sich zum Dickicht ausbreiten. Und einfach einwenig Pestizide ausspritzen? Um Himmels Willen- nie bei uns! wehrt Christine ab. Die Biodiversität stehe im Konzept der Genossenschaft Planaterra11 und daran werde bei aller Mühe nicht gerüttelt!
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