Eine Trübung zum Jahresende

Es gibt solche Tage – und es gibt solche Tage! Gerade noch haben wir ausgelassen und fröhlich den Advent gefeiert, uns mit vollem Glas zugeprostet. Wir waren in Festlaune, doch das alte Jahr verabschiedet sich in unserer Genossenschaft mit einem Todesfall und einem Austritt. Die eine, Elisabeth, schon lange Zeit leidend und zuletzt im Pflegeheim Vilters, ist letzte Woche dort bestattet worden. Die andere, Rosi, durchaus noch munter, verlässt uns, weil sie mehr Betreuung braucht. Sie ist mit 91 Jahren unsere älteste Bewohnerin und zieht diese Woche ins Seniorenzentrum Domat/Ems.

Diesen Abschied wollten wir mit einem gemeinsamen Apéro würdig feiern und unser langjähriges Mitglied ehren. Solche spontane Anlässe werden jeweils beim Eingang zum Gemeinschaftsraum angekündigt. Aber dann dies: in roter Schrift heisst es plötzlich „Aus Sicherheitsgründen wegen Corona leider abgesagt“. Eine Grusskarte mit allen Unterschriften soll Rosi und alle andern trösten.

Ob jemand aus unserm Kreis im Quarantäne ist? Oder ob es bloss im Freundes- und Familienkreis ausserhalb der Genossenschaft Betroffene gibt? Klar, wer hat nicht über die Festtage Besuche gemacht. Das alles trübt die Stimmung zum Jahresausklang, und gemeinsames Gläserklingen ist jetzt nicht angesagt. Persönlich hoffe ich nur, dass diese „Absagitis“ nicht auch noch den angesagten Kinoabend in unserm Haus betrifft. Unser Kino-Operateur Ruedi hat auf den 7. Januar den Film „Man spricht Deutsch“ angekündigt – eine Komödie! Es soll etwas zum Lachen mit dem bayrischen Kabarettisten Gehard Polt sein. Und das täte uns allen zum Jahresanfang wirklich gut.

So ein Apéro gefällt allen!

Nun wohne ich schon sieben Jahre in der Genossenschaft ibc in Bonaduz, aber so ein Weihnachtsfest wie zum diesjährigen dritten Advent habe ich noch nie erlebt! Bisher gab es immer ein feines Menü und man sass an festlich gedeckten Tischen im Kerzenlicht. Wegen Corona war dann letztes Jahr leider gar nichts, aber dafür war jetzt umso mehr Geld von unserer Fünfliberkasse vorhanden. Es formierte sich eine Gruppe mit ideenreichen Frauen und Männern, und am 3. Adventssonntag war es soweit.

Das Team hatte den ganzen Parterre-Bereich von Haus A über den Gemeinschaftsraum bis ins Haus B mit Lichterteppichen und weiss gedeckten Tischen ausgeschmückt. Ich weiss nicht, wieviele Platten mit Köstlichkeiten aus den diversen Küchen gebracht wurden. Unsere Mitglieder hatten wohl stundenlang winzige Brötchen geschmiert, Blätterteig gefüllt, Salate in Gläser gelöffelt, Sösslein gemixt und und… Alles war fürs Auge prächtig hergerichtet, natürlich auch das Dessertbuffet.

Und die Getränke? Da präsentierte unser Präsident Silvio für jeden ein mit einem Namensstern gezeichnetes Weinglas. So konnte man auch einmal sein Glas irgendwo abstellen und fand es dann wieder. Genügend Stühle am Rand der Szene erlaubten nette Plaudereien mit immer wieder wechselnden Teilnehmenden. So soll es doch sein!

Aber was war mit der Sicherheit punkto Aerosole in der Luft? Nun, unser Carlo hatte ein Co2-Messgerät aufgestellt, und das gab einen pfeifenden Ton von sich, wenn die Luft gesättigt war. Dann wurden für eine Weile beiderseits Türen nach draussen geöffnet.

Und übrigens: natürlich gab es Reste, die dann zu später Stunde in den gemeinschaftlichen Kühlschrank wanderten. Heute, am Tag nach dem Fest und nach dem grossen Aufräumen, durfte man sich bedienen, denn weggeworfen wird bei uns sicher nichts!

Ach, diese Bedienungsanleitungen

Wir haben ja bei uns in der ibc vier Waschmaschinen zur Verfügung, die man ohne Reservierung benützen kann. Aber nach mehr als zehn Jahren Gebrauch hat die eine Maschine jetzt „den Geist aufgegeben“, das heisst, sie konnte nicht mehr repariert werden. Eine neue Waschmaschine musste her, natürlich eine der modernsten, die noch mehr kann als die älteren Modelle. Gut, aber die beigefügte Bedienungsanleitung hat es in sich: achtzig Seiten umfasst das Büchlein!

Man kann ja eine Weile ausweichen und die alte Lieblingsmaschine benutzen, sofern diese nicht besetzt ist von jemandem, der oder die auch nicht gern Gebrauchsanweisungen liest. Die meisten im Haus ibc sind es halt noch gewohnt, Schalter zu drehen und Knöpfe zu drücken, aber neu geht es um Sensortasten, die nur mit Fingerspitzen berührt werden wollen. Ja, wir sind keine Millenials, brauchen etwas länger, doch mit etwas gegenseitiger Unterstützung kapieren wir es auch.

Ich sitze also mit besagtem Heftli auf dem Hocker in der Waschküche und studiere gerade, was „Wäsche nachlegen“ heisst. Da kommt Lisbeth und erklärt: „Wenn du ein paar Stücke in der Wohnung vergessen hast, die auch gewaschen werden sollten, dann kannst du mit dieser Funktion die Maschine stoppen, öffnen und alles noch hineinlegen.“ Grossartig, oder? Nun, ich wähle erst einmal „Dunkles/Jeans“ bei 60 Grad und wirklich kommt alles gut heraus. Die Masken, die ich vergessen habe, wasche ich dann nächste Woche.

Nächstens soll ja auch die Kaffeemaschine im Gemeinschaftsraum durch eine neue ersetzt werden. „Aber glaub ja nicht, dass die dann einfacher zu bedienen ist als die alte“, meint Jolanda als Verantwortliche für die Kaffeemaschine zu mir. Neue Modelle seien heute gewiss auch mit Sensorfunktionen ausgestattet. Ach, dann studieren wir halt wieder Bedienungsanleitungen!

Wir sind ein Beispiel für „Wohnformen im Alter“

Letzte Woche fand in unserm Haus ibc wieder einmal eine Tavolata statt. Eingeladen hatten die zwei Hobbyköche Guiseppe und Ruth, und angekündigt waren „gefüllte Peperoni“. Aber nicht nur: unser Präsident Silvio sprach davon, dass auch ein Kamerateam erscheinen würde, um Aufnahmen unter dem Titel „Wohnformen im Alter“ zu machen.

Was war denn so spannend an unserm gemeinsamen Znacht? Nun, die Migros Bank beabsichtigt, ihre Kunden und Kundinnen mit einer Reportage über Wohnformen im Alter zu informieren. Und da war unsere Genossenschaft als Partnerin gerade ideal. Ein typischer Anlass im Spektrum unserer gemeinsamen Aktivitäten ist ja die Tavolata. Da traf es sich gut, dass Giuseppe und Ruth gerade die farbenprächtigen Peperoni aus dem Ofen vorbereitet hatten – wie das duftete!

An diesem Drehabend kamen also Maurus und Christian von der Churer Agentur Rob Nicolas und wuschelten eine Weile zwischen den Tischen umher. Sie konnten sicher prächtige Aufnahmen von unsern vollen Gläsern und Tellern sowie von zufriedenen Gesichtern machen! Und ja, es sollen nächstens noch Einzel-Interviews mit einigen Bewohnern und Bewohnerinnen gemacht werden. Wir von der ibc sind natürlich stolz darauf, dass wir als gutes Beispiel für das Thema „Wohnformen im Alter“ dienen können.

Martinitag und Kellerkino

Ja, bei uns in der ibc ist wieder allerhand los. Erst gerade haben wir die Enthüllung der Steinbock-Skulptur gefeiert. Diese befindet sich ja im Garten vor Haus A, sodass alle, die sich auf der Oberen Bahnhofstrasse zwischen Bahnhof und Gemeindehaus bewegen, einen Blick darauf werfen können. Kunst am Bau für alle, darf man sagen, und zu verdanken haben wir dies dem kunstsinnigen Mitbewohner Pesche. Er als Stifter hat den einheimischen Künstler Claudio Caprez mit der Ausführung beauftragt – ein gelungenes Werk!

Im Winterhalbjahr soll auch wieder unser Kellerkino aktiviert werden. Das technische Equipment ist ja vorhanden: der DVD-Player von Carlo, der Beamer von Esther, Compi und Soundanlage von Ruedi, die Schnapssammlung für die Uustrinkete im Gemeinschaftsraum. Jetzt braucht es nur noch die Filme auf DVD oder wenn wir sie direkt von Netflix streamen könnten: Lustige Filme oder kulturelle Themen, belehrende, alte und neuere, einheimische oder internationale Filme…

Aber manchmal läuft bei uns auch ganz spontan etwas ab. So wie heute, am Martinitag! Plötzlich hängt da ein Anschlag beim Eingang, dass wir gemeinsam den Fasnachtsauftakt besuchen wollen. Also Treffpunkt um 11 Uhr vor dem Haus. Unglaublich, wie schnell sich da gut und gern ein Dutzend ibc-Leute einfinden. Wir bewegen uns auf den Dorfplatz zu den Stücklifätzer-Guggen von Bonaduz. Diese sind im schrillen Kostüm parat und schmettern Töne, wie es halt zur Fasnacht passt. Schön, dass sich die Schulkinder und selbst alle Kindergartenkinder im Halbkreis zum Konzert einfinden. Fröhlich geht man dann auseinander, aber bei uns ist noch nicht ganz Schluss! Präsident Silvio lässt die Korken knallen, was nicht nur der Fasnacht gilt. Wir stossen mit Monika auf ihren Geburtstag an! Ja, es gibt eben immer etwas zu feiern in der ibc.

Volles Haus – aber wer wohnt wo?

September und Oktober sind Zügelmonate. Aber so viele Bewegungen wie es derzeit in unsern 26 Wohnungen in der ibc Bonaduz gibt, haben wir doch noch selten erlebt. Ja, man weiss derzeit kaum noch, wer aus welcher Türe tritt oder auf welchem Balkon steht.

Das sei natürlich sehr erfreulich, sagt Barbara Buol, Aktuarin im Vorstand der ibc und zuständig für die Liegenschaft. Sie erklärt, dass nicht nur alle Wohnungen vermietet seien, sondern dass es derzeit auch eine Warteliste für weitere Interessierte gebe.

Doch warum denn diese internen Rotationen von einer Wohnung in die andere? Nun, das sei eben ein Vorteil unserer Genossenschaft: „Wer hier wohnt, kann seine Wohnung wechseln, sobald eine frei wird.“ Das heisst, wenn eine Kündigung vorliegt, dann erfährt man dies sofort am Anschlagbrett. Bedürfnisse ändern sich ja manchmal, und man möchte den Raumumfang entweder vergrössern oder verkleinern.

Ein Beispiel ist etwa Ruth, die plötzlich feststellte, dass sie doch eine grössere Wohnung braucht. Oder Francine, die im Gegenteil mit weniger Quadratmeter auskommt und deren erste Wohnung dann wieder zur Verfügung stand. So ergibt sich ein Hin und Her in den Gängen, im Keller und im Lift sowie draussen mit dem Zügelwagen für die neuen Mieter. Diese sind so zahlreich, dass wir derzeit gar nicht dazu kommen, jeden einzelnen offiziell zu begrüssen. „Aber das wird mit einem Willkommensapéro im Oktober nachgeholt“, versichert Barbara. Neue Gesichter, neue Menschen – wir freuen uns!

Ausfahrt im roten Cabriolet

Oldies und Oldies passen gut zusammen. Und wenn das rote Cabriolet aus den Dreissigerjahren stammt, dann sehen die Leute aus der ibc mit den etwas jüngeren Jahrgängen darin umso schöner aus. Das dachte sich wohl unser Mitbewohner Hanspeter und stellte sein edles Fahrzeug auf den Vorplatz. Er und seine Frau Lisbeth luden alle zu einer nachmittäglichen Spritzfahrt mit Apéro ein.

Mit der Zeit erfährt man ja, was die Mitbewohnenden für Liebhabereien haben, wer sein Herz an Katze oder Hund hängt, wer ein Bücherwurm ist oder wer gern und gut kocht. Von Hanspeter weiss man, dass er eine Leidenschaft für schöne alte Autos hat. Freilich sind seine gesammelten Oldtimer eigentlich nie auf der Strasse zu sehen und sind zudem auswärts parkiert. Aber nun brachte er sein Prachtstück, den roten Aero 30 mit Baujahr 1934 nach Bonaduz und lud zur Spritzfahrt ein.

Freitag 16 Uhr: Mann und Frau umringen den offenen Wagen und staunen erst einmal. Ja, der Aero 30 sei in den Zwischenkriegsjahren in Tschechien gebaut worden, erklärt Hanspeter. Drei Passagiere können mit dem Chauffeur Platz nehmen. Der Motor brummt, die Fahrt geht los Richtung Lag und zum Parkplatz der Blockhütte, Kopftücher flattern im Wind, fröhliche Gesichter im Wagen und bei den Menschen, die uns begegnen. „Oder wollt ihr noch hinauf nach Scardanal?“ Keine gute Idee, meint er selber, denn die vier Radbremsen mit mechanischem Seilzug könnten sich auf dem Rückweg erhitzen.

Ja, dieses spezielle Auto mit seinen 30 PS , Frontantrieb und Einzelradaufhängung muss man eben lieben – es kann besser langsam als schnell fahren und wartet am Steuer noch mit anderen Tücken auf. Nachdem Hanspeter alle seine Gäste wieder zurück gefahren hat, nachdem alle noch das Innenleben unter der Motorhaube sowie den Kofferraum bewundert haben geht es im Gemeinschaftsraum zum Apéro mit Film und Dokumenten. Dass Hanspeter auch ein begnadeter Erzähler ist, das haben wir schon an früheren Anlässen erfahren. Aber nun schöpft er aus seinem Fundus von Erlebnissen mit dem Aero 30 – seinem Steckenpferd! Und uns von der ibc hat er heute irgendwie einfach integriert – Danke!

Die Idee kam aus der Waschküche

Mann kann ja als Verein oder Genossenschaft ein Jahresprogramm machen und an der GV vorstellen – aber dann kommt es doch häufig anders. Ganz vom Wetter abhängig sind die Anlässe im Garten. Ist dann einmal ein Hoch angesagt, so heisst das noch lange nicht, dass sich auch jemand findet, der das Feuer für einen Grillabend anwirft. In unserm Haus sind die Leute jetzt ja wieder ziemlich reisefreudig, so dass sich die Frage stellt: Kommt dann überhaupt jemand?

Aber gute Ideen entwickeln sich ja mitunter in der Waschküche. (Nebenbei: hier stehen vier Maschinen und ein Tumbler. Es muss sich niemand an einen bestimmten Waschtag halten, auch kein Münz einwerfen, man bedient einfach das Gerät, das gerade frei ist). Also dort vor der Waschmaschine hantiert Ruth mit der Waschzaine, als ich mit einem Arm voller Wäsche dazu stosse. Sie, die noch gar nicht lange hier bei uns in der ibc wohnt, findet, man sollte doch noch diese Woche einen Grillabend planen. „Würdest du mir helfen beim Anfeuern?“

Das muss man mir nicht zweimal sagen. Klar übernehme ich einen Teil der Vorbereitungen: Platz unterm Baum von den dürren Kirschen reinigen und vor allem ein Info-Mail an alle senden, Holz und Anfeuerhilfe bereitstellen, Gläser und Teller richten. „Meinst, sechs Teller reichen?, sagt Ruth noch, aber dann kommen ganze 17 Leute. Und ja, das Feuer hat Ruth mit nur einem Zündhölzli zugange gebracht. Es werden Würste, Bratkäse, Spiessli, Zuckermais auf den Grill gelegt, Rauch steigt auf und die Stimmung ebenfalls. Ruth und ich dürfen ein Lob für die Organisation entgegen nehmen.

Nur mit den langstieligen Rotweingläsern ist es so eine Sache: kommt etwas Wind auf, dann kippen sie und zerbrechen. Da Kartonbecher keine Alternative sind, sollten wir uns vielleicht standfeste Veltlinergläser anschaffen. Die gibt es ja noch im Brockenhaus.

Die Idee kam aus der Waschküche

Man kann ja als Verein oder Genossenschaft ein Jahresprogramm machen und an der GV vorstellen – aber dann kommt es doch häufig anders. Ganz vom Wetter abhängig sind die Anlässe im Garten. Ist dann einmal ein Hoch angesagt, so heisst das noch lange nicht, dass sich auch jemand findet, der das Feuer für einen Grillabend anwirft. In unserm Haus sind die Leute ja jetzt wieder ziemlich reisefreudig, so das sich die Frage stellt: Kommt dann überhaupt jemand?

Aber gute Ideen entwickeln sich ja mitunter in der Waschküche. (Nebenbei: hier stehen vier Maschinen und ein Tumbler. Es muss sich niemand an einen bestimmten Waschtag halten, auch kein Münz einwerfen, man bedient einfach das Gerät, das gerade frei ist). Also dort vor der Waschmaschine hantiert Ruth mit ihrer Wäschezaine, als ich mit einem Arm voller Kleider dazu stosse. Sie, die noch gar nicht lange hier bei uns in der ibc wohnt, findet, man sollte doch noch diese Woche einen Grillabend planen. „würdest du mir helfen beim Anfeuern?“

Das muss man mir nicht zweimal sagen. Klar übernehme ich einen Teil der Vorbereitungen: Platz unterm Baum von den dürren Kirschen reinigen und vor allem ein Info-Mail an alle senden, Holz und Anfeuerhilfe bereitstellen, Gläser und Teller richten. „Meinst, sechs Teller reichen?“, sagt Ruth noch, aber dann erscheinen ganze 17 Leute. Und ja, das Feuer hat Ruth mit nur einem Zündhölzli zugange gebracht. Es werden Würste, Bratkäse, Spiessli, Zuckermais auf den Grill gelegt, Rauchsteigt auf und die Stimmung ebenfalls. Ruth und ich dürfen Lob für die Organisation hören.

Nur mit den langstieligen Rotweingläsern ist es so eine Sache. Kommt etwas Wind auf, dann kippen sie und zerbrechen. Da Kartonbecher keine Alternative sind, sollten wir uns vielleicht standfeste Veltlinergläser anschaffen. Die gibt es ja noch im Brockenhaus.

Eine Juke-Box mit Schnulzen für alle

Der grosse Gemeinschaftsraum unserer ibc in Bonaduz hat eine attraktive Bereicherung erfahren: seit kurzem steht hier zwischen Cheminée und Bücherwand eine Musikbox (oder auch Juke-Box genannt). Aber wie kommt unsere Genossenschaft zu so einer Rarität? Diese originelle Musikkiste, mit der sich nach Einwurf einer Münze kleine Singleplatten abspielen lassen, findet man ja kaum mehr in einem Restaurant.

Ruth Werder, immer aktiv wenn sich jemand für die Miete einer Wohnung interessiert, berichtet:

Eine Dame aus Zizers sah sich bei uns nach einer grösseren Wohnung um, denn sie müsse ja noch eine etwa dreissig Jahre alte Musikbox unterbringen. Nun, aus dem Mietvertrag wurde in diesem Fall nichts. Es kam eine andere Mieterin, doch die Musikbox blieb gleichwohl bei uns. Unsere Nostalgie-Fans im Haus (das sind neben Ruth noch Hanspeter, Ruedi und Pésché) machten der Dame ein Kaufangebot.

Dann ging es nur noch um den Transport und schon stand dieses Kultobjekt in unserm Gemeinschaftsraum. Die provisorische Einweihung verlief ziemlich ausgelassen: es ertönten laufend so herrliche Songs und Schnulzen wie „Der Mann im Mond“ oder „Non, je ne regrette rien“. Aber „Ob-La-Di-Ob-La-Da“, es muss alles seine Richtigkeit haben, weshalb unser Vorstand nächstens eine Umfrage startet: Darf die Box definitiv im Haus bleiben? Bisher habe sie allerdings nur freudige Reaktionen festgestellt, meint Ruth, und sie plane schon eine Nostalgie-Feier, wo dann alle ihre Lieblingssingle abspielen könnten.

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