Volles Haus – aber wer wohnt wo?

September und Oktober sind Zügelmonate. Aber so viele Bewegungen wie es derzeit in unsern 26 Wohnungen in der ibc Bonaduz gibt, haben wir doch noch selten erlebt. Ja, man weiss derzeit kaum noch, wer aus welcher Türe tritt oder auf welchem Balkon steht.

Das sei natürlich sehr erfreulich, sagt Barbara Buol, Aktuarin im Vorstand der ibc und zuständig für die Liegenschaft. Sie erklärt, dass nicht nur alle Wohnungen vermietet seien, sondern dass es derzeit auch eine Warteliste für weitere Interessierte gebe.

Doch warum denn diese internen Rotationen von einer Wohnung in die andere? Nun, das sei eben ein Vorteil unserer Genossenschaft: „Wer hier wohnt, kann seine Wohnung wechseln, sobald eine frei wird.“ Das heisst, wenn eine Kündigung vorliegt, dann erfährt man dies sofort am Anschlagbrett. Bedürfnisse ändern sich ja manchmal, und man möchte den Raumumfang entweder vergrössern oder verkleinern.

Ein Beispiel ist etwa Ruth, die plötzlich feststellte, dass sie doch eine grössere Wohnung braucht. Oder Francine, die im Gegenteil mit weniger Quadratmeter auskommt und deren erste Wohnung dann wieder zur Verfügung stand. So ergibt sich ein Hin und Her in den Gängen, im Keller und im Lift sowie draussen mit dem Zügelwagen für die neuen Mieter. Diese sind so zahlreich, dass wir derzeit gar nicht dazu kommen, jeden einzelnen offiziell zu begrüssen. „Aber das wird mit einem Willkommensapéro im Oktober nachgeholt“, versichert Barbara. Neue Gesichter, neue Menschen – wir freuen uns!

Ausfahrt im roten Cabriolet

Oldies und Oldies passen gut zusammen. Und wenn das rote Cabriolet aus den Dreissigerjahren stammt, dann sehen die Leute aus der ibc mit den etwas jüngeren Jahrgängen darin umso schöner aus. Das dachte sich wohl unser Mitbewohner Hanspeter und stellte sein edles Fahrzeug auf den Vorplatz. Er und seine Frau Lisbeth luden alle zu einer nachmittäglichen Spritzfahrt mit Apéro ein.

Mit der Zeit erfährt man ja, was die Mitbewohnenden für Liebhabereien haben, wer sein Herz an Katze oder Hund hängt, wer ein Bücherwurm ist oder wer gern und gut kocht. Von Hanspeter weiss man, dass er eine Leidenschaft für schöne alte Autos hat. Freilich sind seine gesammelten Oldtimer eigentlich nie auf der Strasse zu sehen und sind zudem auswärts parkiert. Aber nun brachte er sein Prachtstück, den roten Aero 30 mit Baujahr 1934 nach Bonaduz und lud zur Spritzfahrt ein.

Freitag 16 Uhr: Mann und Frau umringen den offenen Wagen und staunen erst einmal. Ja, der Aero 30 sei in den Zwischenkriegsjahren in Tschechien gebaut worden, erklärt Hanspeter. Drei Passagiere können mit dem Chauffeur Platz nehmen. Der Motor brummt, die Fahrt geht los Richtung Lag und zum Parkplatz der Blockhütte, Kopftücher flattern im Wind, fröhliche Gesichter im Wagen und bei den Menschen, die uns begegnen. „Oder wollt ihr noch hinauf nach Scardanal?“ Keine gute Idee, meint er selber, denn die vier Radbremsen mit mechanischem Seilzug könnten sich auf dem Rückweg erhitzen.

Ja, dieses spezielle Auto mit seinen 30 PS , Frontantrieb und Einzelradaufhängung muss man eben lieben – es kann besser langsam als schnell fahren und wartet am Steuer noch mit anderen Tücken auf. Nachdem Hanspeter alle seine Gäste wieder zurück gefahren hat, nachdem alle noch das Innenleben unter der Motorhaube sowie den Kofferraum bewundert haben geht es im Gemeinschaftsraum zum Apéro mit Film und Dokumenten. Dass Hanspeter auch ein begnadeter Erzähler ist, das haben wir schon an früheren Anlässen erfahren. Aber nun schöpft er aus seinem Fundus von Erlebnissen mit dem Aero 30 – seinem Steckenpferd! Und uns von der ibc hat er heute irgendwie einfach integriert – Danke!

Die Idee kam aus der Waschküche

Mann kann ja als Verein oder Genossenschaft ein Jahresprogramm machen und an der GV vorstellen – aber dann kommt es doch häufig anders. Ganz vom Wetter abhängig sind die Anlässe im Garten. Ist dann einmal ein Hoch angesagt, so heisst das noch lange nicht, dass sich auch jemand findet, der das Feuer für einen Grillabend anwirft. In unserm Haus sind die Leute jetzt ja wieder ziemlich reisefreudig, so dass sich die Frage stellt: Kommt dann überhaupt jemand?

Aber gute Ideen entwickeln sich ja mitunter in der Waschküche. (Nebenbei: hier stehen vier Maschinen und ein Tumbler. Es muss sich niemand an einen bestimmten Waschtag halten, auch kein Münz einwerfen, man bedient einfach das Gerät, das gerade frei ist). Also dort vor der Waschmaschine hantiert Ruth mit der Waschzaine, als ich mit einem Arm voller Wäsche dazu stosse. Sie, die noch gar nicht lange hier bei uns in der ibc wohnt, findet, man sollte doch noch diese Woche einen Grillabend planen. „Würdest du mir helfen beim Anfeuern?“

Das muss man mir nicht zweimal sagen. Klar übernehme ich einen Teil der Vorbereitungen: Platz unterm Baum von den dürren Kirschen reinigen und vor allem ein Info-Mail an alle senden, Holz und Anfeuerhilfe bereitstellen, Gläser und Teller richten. „Meinst, sechs Teller reichen?, sagt Ruth noch, aber dann kommen ganze 17 Leute. Und ja, das Feuer hat Ruth mit nur einem Zündhölzli zugange gebracht. Es werden Würste, Bratkäse, Spiessli, Zuckermais auf den Grill gelegt, Rauch steigt auf und die Stimmung ebenfalls. Ruth und ich dürfen ein Lob für die Organisation entgegen nehmen.

Nur mit den langstieligen Rotweingläsern ist es so eine Sache: kommt etwas Wind auf, dann kippen sie und zerbrechen. Da Kartonbecher keine Alternative sind, sollten wir uns vielleicht standfeste Veltlinergläser anschaffen. Die gibt es ja noch im Brockenhaus.

Die Idee kam aus der Waschküche

Man kann ja als Verein oder Genossenschaft ein Jahresprogramm machen und an der GV vorstellen – aber dann kommt es doch häufig anders. Ganz vom Wetter abhängig sind die Anlässe im Garten. Ist dann einmal ein Hoch angesagt, so heisst das noch lange nicht, dass sich auch jemand findet, der das Feuer für einen Grillabend anwirft. In unserm Haus sind die Leute ja jetzt wieder ziemlich reisefreudig, so das sich die Frage stellt: Kommt dann überhaupt jemand?

Aber gute Ideen entwickeln sich ja mitunter in der Waschküche. (Nebenbei: hier stehen vier Maschinen und ein Tumbler. Es muss sich niemand an einen bestimmten Waschtag halten, auch kein Münz einwerfen, man bedient einfach das Gerät, das gerade frei ist). Also dort vor der Waschmaschine hantiert Ruth mit ihrer Wäschezaine, als ich mit einem Arm voller Kleider dazu stosse. Sie, die noch gar nicht lange hier bei uns in der ibc wohnt, findet, man sollte doch noch diese Woche einen Grillabend planen. „würdest du mir helfen beim Anfeuern?“

Das muss man mir nicht zweimal sagen. Klar übernehme ich einen Teil der Vorbereitungen: Platz unterm Baum von den dürren Kirschen reinigen und vor allem ein Info-Mail an alle senden, Holz und Anfeuerhilfe bereitstellen, Gläser und Teller richten. „Meinst, sechs Teller reichen?“, sagt Ruth noch, aber dann erscheinen ganze 17 Leute. Und ja, das Feuer hat Ruth mit nur einem Zündhölzli zugange gebracht. Es werden Würste, Bratkäse, Spiessli, Zuckermais auf den Grill gelegt, Rauchsteigt auf und die Stimmung ebenfalls. Ruth und ich dürfen Lob für die Organisation hören.

Nur mit den langstieligen Rotweingläsern ist es so eine Sache. Kommt etwas Wind auf, dann kippen sie und zerbrechen. Da Kartonbecher keine Alternative sind, sollten wir uns vielleicht standfeste Veltlinergläser anschaffen. Die gibt es ja noch im Brockenhaus.

Eine Juke-Box mit Schnulzen für alle

Der grosse Gemeinschaftsraum unserer ibc in Bonaduz hat eine attraktive Bereicherung erfahren: seit kurzem steht hier zwischen Cheminée und Bücherwand eine Musikbox (oder auch Juke-Box genannt). Aber wie kommt unsere Genossenschaft zu so einer Rarität? Diese originelle Musikkiste, mit der sich nach Einwurf einer Münze kleine Singleplatten abspielen lassen, findet man ja kaum mehr in einem Restaurant.

Ruth Werder, immer aktiv wenn sich jemand für die Miete einer Wohnung interessiert, berichtet:

Eine Dame aus Zizers sah sich bei uns nach einer grösseren Wohnung um, denn sie müsse ja noch eine etwa dreissig Jahre alte Musikbox unterbringen. Nun, aus dem Mietvertrag wurde in diesem Fall nichts. Es kam eine andere Mieterin, doch die Musikbox blieb gleichwohl bei uns. Unsere Nostalgie-Fans im Haus (das sind neben Ruth noch Hanspeter, Ruedi und Pésché) machten der Dame ein Kaufangebot.

Dann ging es nur noch um den Transport und schon stand dieses Kultobjekt in unserm Gemeinschaftsraum. Die provisorische Einweihung verlief ziemlich ausgelassen: es ertönten laufend so herrliche Songs und Schnulzen wie „Der Mann im Mond“ oder „Non, je ne regrette rien“. Aber „Ob-La-Di-Ob-La-Da“, es muss alles seine Richtigkeit haben, weshalb unser Vorstand nächstens eine Umfrage startet: Darf die Box definitiv im Haus bleiben? Bisher habe sie allerdings nur freudige Reaktionen festgestellt, meint Ruth, und sie plane schon eine Nostalgie-Feier, wo dann alle ihre Lieblingssingle abspielen könnten.

Unsere GV war ein gesellschaftliches Ereignis

Generalversammlungen gelten im Allgemeinen nicht als besonders spannende Veranstaltungen. Man markiert zwar pflichtbewusst, aber eher gelangweilt Präsenz und quält sich halt durch die Traktandenliste. Doch am letzten Samstag war die Stimmung in Bonaduz anders: die 13. ordentliche Generalversammlung der Genossenschaft in buona compagnia verlief in spürbar angeregter Aufmerksamkeit. Es war, als wären nach der langen Corona-Pause alle einfach froh, gemeinsam, und zwar nicht online, über das Geschäftsjahr informiert zu werden.

Zur besseren Einhaltung der Corona-Regeln wurde der Tagungsort in den Saal des Kirchgemeindezentrums Bonaduz verlegt. So konnten die über dreissig Anwesenden locker mit Abstand platziert werden. Alleweil noch besser als die Versammlung ganz ausfallen zu lassen, wie dies vor einem Jahr notwendig war. Nun, unser Präsident Silvio lobte denn auch die Disziplin im Haus: „Wir haben die Pandemie bis jetzt ohne Krankheitsfälle überstanden!“

Die Jahresrechnung ist bei uns kein unverständliches Fach-Chinesisch. Dafür sorgte unser Mitglied Michael, der als Finanzberater bildlich darstellte, wie man Sachverhalte verstehen kann (Foto). Seine Präsentation dokumentierte ein erfolgreiches Geschäftsjahr, und so winkte eigentlich bald schon das Traktandum „Apéritiv“. Aber stopp: Überraschungen gibt es ja immer unter „Varia“. Es war Pésché, der emotional bewegt aufstand und daran erinnerte, dass er in unserm Haus in akuter gesundheitlicher Krise Hilfe und Rettung erfahren habe. Als Dank dafür, dass es ihm heute wieder gut gehe, beabsichtige er, der Genossenschaft ein Kunstwerk zu stiften (mehr dazu in einem späteren Blog).

Applaus, Applaus, und dann bitte alle zurück in unsern Garten! Hier wurden die Gläser gefüllt und der Grill für die Bratwürste angeworfen. Ja, diese GV 2021 war wirklich ein gesellschaftliches Ereignis im Jahreskalender der ibc Bonaduz!

Schöne Ein- und Ausblicke

Im Umfeld von Bonaduz gibt es einen besonders reizvollen, neu angelegten Spazierweg. Dieser führt über den Hinterrhein direkt zum Bahnhöfli Reichenau-Tamins. Bisher musste man ja entlang einer ziemlich verkehrsreichen Strasse gehen, die Schloss-Liegenschaft Reichenau durchqueren, erneut die Brücke mit Autos teilen, um schliesslich zum Bahnhof Reichenau zu gelangen.

Bekanntlich wurde hier eine zweite Eisenbahnbrücke errichtet, um den Bahnverkehr in die Surselva und ins Engadin zu entflechten. Die beiden Brücken verlaufen fast parallel und sind ein technisches Wunderwerk, das man jetzt auch ganz aus der Nähe betrachten kann. Dies wird ermöglicht, da unter der alten, sanierten Brücke ein Fussgängerweg angelegt worden ist. Ja, während oben der Regionalzug nach Ilanz-Disentis Richtung Rheinschlucht braust, kann man darunter ganz gemächlich auf die andere Seite wandern, oder umgekehrt.

Von der Bonaduzer Seite aus führen ein paar Treppenstufen rechts hinauf zu dem roten Plattenweg. Wunderbar lässt sich von hier aus der Zusammenfluss des Vorder- und Hinterrheins mit dem oft unterschiedlich gefärbten Wasser beobachten. Schöne Ein- und Ausblicke! Auf der Reichenauer Seite angekommen geht es erst ein paar Stufen hinab, dann aber unterquert man die Autostrasse und muss halt eine kurze Steigung in Kauf nehmen, bis man auf dem alten Polenweg steht. Dieser Anschluss war für die Bauleute offenbar etwas heikel zu realisieren. Es dauerte denn auch länger, bis der Weg freigegeben worden ist.

Aber jetzt, ist man oben auf dem Polenweg, geht es ganz leicht zum Bahnhof und in die Unterführung zu den Gleisen. Doch erst haben wir uns einen Kaffee, ein Glacé oder einen Apéro verdient. Das kleine, klassische Bahnhofbuffet, ist nach längerer Schliessung mit Sabine und Christian Mathis wieder zum Leben erwacht. Also nicht gleich mit dem nächsten Zug zurück nach Bonaduz und in die ibc fahren, sondern erst die nette Sonnenterrasse geniessen. Heute habe ich hier ein Einerli Riesling für Fr. 4.80 getrunken – kein Grund zum Reklamieren, oder?

Bist du schon geimpft?

Nach einer gefühlten Ewigkeit fand in unserm Haus ibc gestern Samstag wieder mal ein Anlass mit Apéro statt. Anlass dazu waren die drei Neueingezogenen: Ruth, Viktoria und Heinz. Und ja, die Freude war riesig, dass wir die Neuen gemeinsam willkommen heissen durften.

Unsere Leute im Vorstand hatten im Gemeinschaftsraum sicherheitsmässig alles optimal vorbereitet: weit geöffnete Vorplatztüren, Sitzgelegenheiten mit Abstand, die Weingläser schon gefüllt, die Teller für die leckeren Brötchen parat, „und bitte zieht halt eine Jacke an, falls es euch zu kühl ist“. Die drei Neuen stellten sich einzeln mit ein paar Worten vor, und darauf wurden die Gläser gehoben.

An Gesprächsstoff fehlte es ja nicht, nachdem man sich zum Teil wochenlang nicht mehr gesehen hatte. „Bist du schon geimpft“, lautete die Einstiegsfrage. Zumindest einen Impf-Termin haben jetzt auch die Jüngeren. Was darf man also wieder unternehmen? In Bonaduz sind gleich mehrere Restaurant-Terrassen wieder geöffnet, und einige von uns waren auch schon zum Zmittag auswärts.

Allerdings soll man alles immer mit Maske unternehmen, also auch gestern war der Zutritt zu unserm Apéro quasi nur mit Maske erwünscht. Aber wie geht Essen und Trinken? Und was, wenn gerade Pollenflug ist und der Heuschnupfen zum Niessen reizt? Ich schob also meine Maske möglichst unbemerkt unters Kinn und nahm fleissig Schluck für Schluck von dem feinen Rotwein. Eine Maskenpolizei haben wir zum Glück nicht im Haus. Doch nach dem dritten Glas trollte ich mich zurück in meine Wohnung – das war wohl besser so.

Unser Bahnhof: Wir sind gern am Schalter

In Sichtnähe zu unserer Liegenschaft an der Oberen Bahnhofstrasse 4 und 6 befindet sich das Bahnhofsgebäude von Bonaduz. Dass die doch eher kleine Gemeinde Bonaduz noch einen eigenen Bahnhof mit bedientem Schalter hat, das ist für die ibc immer ein Werbeargument, wenn es darum geht, neue Mieter für unsere Wohnungen zu gewinnen. Ein gewichtiger Pluspunkt!

Viele von uns schätzen es ja auch, dass man hier nicht nur einen Automaten vorfindet, sondern von Montag bis Freitag vormittags ganz normal „wie früher“ am Schalter ein Billett lösen kann. Dafür sorgt Carmen Gredig, die ihre Kundschaft kompetent und geduldig berät. Doch kürzlich fing mich die Bahnbetriebsdisponentin auf dem Perron ab: „Susi, hast einen Moment für mich Zeit?“ Sie sei nämlich in Sorge, weil der Bahnhof Bonaduz in der Jahresrechnung einen erheblichen Verlust ausweise. Es habe im Corona-Jahr wenig Kundschaft gegeben, und auch die Erlebnisfahrten der Dampffreunde der Rhätischen Bahn konnten nicht stattfinden.

Ja und dann würden halt viele ihr Ticket online auf dem Handy besorgen. Aber was, wenn der Schalterdienst deswegen plötzlich schliessen muss? Nun, ich setze mich zuhause ans Laptop und starte gleich unter unsern Genossenschaftern eine „Sensibilisierungs-Umfrage“. Zwanzig Personen antworten und alle bringen ihre Sympathie für den Bahnhof zum Ausdruck, so etwa Pésché, der den gemütlichen, liebevoll dekorierten Wartesaal schätzt. Esther findet es toll, dass man am Schalter auch Kaffee bekommt. Einige von uns kaufen regelmässig sogar ein Erstklass-GA am Schalter. Claudio und Monika holen unter anderem die Mitfahrkarten für ihre Enkel am Schalter und Francine fand hier sogar schon Spielsachen für ihre Enkel.

Barbara, die den bedienten Bahnhof sehr schätzt, gibt jedoch zu bedenken, dass wir uns der Digitalisierung nicht entziehen können. Wenn es schnell gehen müsse, dann kaufe sie ihr Ticket übers Smartphone. Schliesslich wohnen bei uns auch noch einige Automobilisten, auf die wir ab und zu für Transportfahrten gerne angewiesen sind. Aber als Fazit: Die Leute der ibc zählen sicher zur treuen Kundschaft unseres Bahnhofs. Und wenn Esther fragt: „Ich könnte ja das BüGa am Schalter bezahlen anstatt online – nützt das?“ Dann heisst die Antwort „unbedingt!“ – damit Carmen Gredig weiterhin genügend Umsatz ausweisen kann.

Was unsere Mitglieder sonst noch so tun

Ja, schon klar, es ist immer noch ziemlich still im Haus mit der „guten Gesellschaft“ ibc in Bonaduz. Zwar sind inzwischen einige unserer Mitglieder geimpft, aber die Corona-Schutzmassnahmen werden derzeit noch keineswegs gelockert. Doch was tun die Hausbewohnenden den ganzen Tag?

Nun, eine ist jedenfalls sehr beschäftigt, denn sie wirtet in einer Skihütte im Skigebiet von Feldis. Barbara steht ja noch im Berufsleben und gehört somit zu den jüngeren Mitgliedern unserer Genossenschaft. Trotzdem stellt sie sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich für die Mitarbeit in einer Skihütte zur Verfügung. Zusammen mit einem kleinen Team unterstützt sie damit die Bergbeiz Skihütte Feldis, die als Besitzerin diese urchige Verpflegungsstation betreibt. Dort habe ich sie kürzlich besucht.

Dieses Haus auf 1947 Meter Höhe, unweit der Sessellift-Bergstation, ist nämlich einzigartig. Das Stübli wird noch mit Holz geheizt, nur gekocht wird mit Strom. Die Menüauswahl, mit Kreide auf grosse Tafeln geschrieben, verblüfft. Alpkäsekuchen, Risotto, feine Desserts, dazu ein Wein aus der Herrschaft! Barbara, die ja sehr natur- und umweltinteressiert ist, darf stolz sein auf diese regionale Auswahl. Und schlau dürfen sich die Gäste derzeit auf Schlitten setzen und das Weinglas auf einem umgekehrten Harass platzieren. Die Sonne wärmt auch so…

Die Hütte verfügt auch über 14 Schlafplätze. Manchmal bleibt unsere Barbara über Nacht gleich oben und geniesst die Nähe zum Sternenhimmel. Wer sich über die Betriebszeiten informieren will, ruft die Nummer 077 536 55 15 an. Und sonst: weht die Schweizerfahne am Mast, dann ist geöffnet.

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