In unserer Genossenschaft ist es derzeit Sommerloch-ruhig. Gestern an der Bewohnendenversammlung nahmen ja nur gerade zehn Personen teil. Man war froh, dass die hektische Zeit mit Sommerfest, Begrüssungs- und Abschiedsapéros, Gartentag etc. für einmal vorbei war. So dürfen wir derzeit ganz normale Mieter und Mieterinnen einer Wohnung sein, ohne noch sonst allerlei Aufgaben erfüllen zu müssen.
Ganz normal ist ja auch, dass es rund um eine Wohnsiedlung nicht nur freundliche Nachbarn gibt. Auch wir haben jetzt einen, der mit uns schimpft. Von seiner Dachterrasse aus wetterte er kürzlich hinunter, als aus der Feuerschale Rauch zu seinem Wäscheständer hinauf stieg. Wir mussten ganz schnell Feuer und gemütliche Runde um ein paar Meter verschieben. Auch mit dem Musikstil unserer Konzerte ist er nicht so einverstanden.
Ferner machen die Schnecken im Garten keine Sommerferien. Christine sucht daher Nacktschneckensammler. Kiloweise friert sie diese dann erst im Gemeinschaftsfrigo ein, bevor sie in den Hauskehricht gelangen. Dort werden sie zur Verbrennung geführt und werden also kremiert. Jetzt braucht es auch noch mehr Unkrautjätende! Es stellt sich die Frage: mehr Natur oder mehr gepflegte Rabatten? Persönlich stören mich Löwenzahn und Co. nicht, aber vielleicht bin ich einfach zu faul für das Jäten.
Dann war noch von einer neuen Regentonne die Rede, die aber undicht war. Thomas ist jetzt dabei, die Löcher zu verschweissen. Und Jonathan plant, eine gemeinsame Wanderung anzubieten. Von den Wohnungsrochaden und neuen Mietern erzähle ich ein anderes Mal. Erst einmal ist jetzt Sommerloch angesagt!

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