Generalversammlungen sind doch sowas von langweilig

Man erwartet ja kaum einen unterhaltsamen Nachmittag, wenn man an eine GV eingeladen ist. Aber die Jahresrechnung muss schliesslich abgenommen werden, und als Mitglied der Genossenschaft… wir waren jedenfalls beschlussfähig am letzten Samstag. Auch wenn die jungen Mitbewohnenden sich wegen Country- oder andern Festivals entschuldigt hatten.

Dafür nahmen etliche Mitglieder teil, die gar nicht im Haus wohnen! Sie sind aus ideellen Gründen dabei, weil sie den Genossenschaftsgedanken unterstützen. Das tut der bainviver-Seele gut! Und sowieso: man sollte durchaus die 24 Seiten des Geschäftsberichts lesen. Überraschung – man kommt vielleicht ja selber dort vor. So wie ich auf Seite 16.

Klar, dann gibt es so Unwörter wie „Organisationsentwicklungskommissions-Vorstand“ (es sind 44 Buchstaben!). Da greift Jana halt zur Lismete und strickt an ihrem ockerfarbenen Pullover weiter. Das stört niemanden und ohnehin – in der Pause wird ein Konzert angekündigt. Wir haben ja mit Luzi Juon einen Berufsmusiker im Vorstand! Er hat sein Lunchquartett engagiert, drei Streicher und die Oboe. In unserm blumengeschmückten „Konzertsaal“ ist es ganz feierlich, bis es dann mit dem Abarbeiten der Traktandenliste weiter geht.

Auch der Apéro ist nicht ohne. Salzstängeli und fertig? Denkste! Oben in der Clusterküche hat man mittags dekorative Häppchen gestaltet, und zwar viele! Aber das ist noch nicht alles, denn gleich wird noch ein Film vorgeführt. Die RTR-Regisseurin Bertilla Giossi ist selber anwesend und schaut mit uns das Werk, das sich mit Genossenschaften im Kanton allgemein und speziell mit bainviver befasst. Fazit des Nachmittags: ich bin saufroh, dass ich zu dieser Genossenschaft gehöre, die so eine unterhaltsame Generalversammlung durchführt.

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