Sind Gartenzwerge auch Tiere?

An der letzten BO (Abkürzung für Bewohnendenorganisationsversammlung) war ich, da auf Reise in Italien, nicht dabei. Aber das von Richi verfasste Protokoll habe ich natürlich studiert. Erneut zeigte es sich, dass die Haustierfrage bewegt: klar, laut Umfrage vom vorletzten Mal, bezeichnen sich ja alle Personen bei uns als tierliebend. Mäuse, Spinnen, Wespen gehören zwar auch zur Biodiversität, und dennoch möchte man diese Spezies lieber nicht im Haus wissen. So ist die Grenze zu Hund und Katze eben auch fliessend. Zurückhaltung sei bei der Genehmigung gefragt, und am liebsten hat man vielleicht den Hund aus Metall, der als kleine Skulptur vor Gabis Wohnung steht.

Jedenfalls soll das Vermietungsreglement betreffend Haltung von Haustieren noch überarbeitet werden, aber freundlich formuliert, wie jemand dann doch forderte. Nun, jetzt im Sommer bietet unser Garten und der ganze Aussenraum genügend Gelegenheit, um die einheimische Fauna zu studieren: Schmetterlinge, Eidechsen, Vögel bewegen sich über das Mauerwerk. Ein paar dekorationsfreudige Gartenleute haben die Natur noch mit kleinen künstlichen Objekten geschmückt: da ist ein Vogel mit Vogelbad aus rostigem Eisen, eine Schnecke, eine Schildkröte, ein Tatzelwurm. Und jemand hat tatsächlich zwei Gartenzwerge am Rand des Gehweges platziert. Frage: sind Gartenzwerge auch Tiere? oder darf man zugeben, dass dies doch eher Kitsch ist?

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