Kaum zu glauben – nur drei Monate waren wir zusammen mit den KulturPunkt-Leuten, und schon sind sie uns so lieb geworden, dass beim Abschied Tränen fliessen. Dabei war es doch ein ziemlich harziger Start, als dieses neue Restaurant im April eröffnet worden ist: niemand wusste so genau, was am besten bei den Gästen ankommt. Sollten es täglich zwei verschiedene Menüs sein, wäre ein Zmorge-Buffet angesagt, am Montag geschlossen oder doch besser am Samstag? Und ja – es gab halt nicht alles wie sonst in einer Beiz. Ich mit grossem Durst bekam also einmal nicht mein geliebtes Panaché, andere fragten umsonst nach einem Kindermenü oder Gipfeli zum Café. Für Flurina, Chefin vom Service, waren wir nicht gerade einfache Gäste!
Doch inzwischen war der KulturPunkt tatsächlich zur erweiterten Stube unseres Hauses geworden. Man traf immer jemanden am langen Tisch zu einem Schwatz an, man liess sich gerne von Elisabeth aus Eritrea den Café bringen, und wer wie ich nicht so gern selber kochen wollte, der wurde hier mittags wirklich gut verpflegt. Doch dann hiess es, dass im Juli Betriebsferien angesagt seien. Gleichzeitig gebe es einen Wechsel im Personal. Das hörten wir nun weniger gern, denn die meisten hatten doch das Team ins Herz geschlossen. Kurz und nicht so gut – in der letzten Juniwoche kam die Einladung zum Abschieds-Apéro für die drei, die uns verlassen. Es gab Blumen und unsere Nunzia sowie Rita vom Verein KulturPunkt sprachen bewegende Worte, sodass da und dort Tränen flossen.
Aber Wechsel ist der Lauf des Lebens. Zwar ist das Restaurant jetzt im Juli geschlossen, doch es gibt ja noch die Freitag-Abend-Bar ab 7. Juli, immer von 17 bis 22 Uhr. Da bin ich selber auch aktiv und es gibt sicher wieder Stoff zum Berichten. Hier aber noch stellvertretend für das Team ein Bild von Elisabeth, die uns im Service so gut betreut hat.
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