Wenn Corona ist, dann hilft ein gutes Buch

Wir sollen jetzt möglichst unter uns bleiben. „Treffen Sie so wenige Menschen wie möglich“, sagt das Bundesamt für Gesundheit, denn die Ansteckungsgefahr sei gross. Doch wer diesem Befehl nachkommen will, kann kaum mehr Freunde um sich haben. Eine andere Art von Freundschaft ist in solchen Zeiten angesagt.

In Krisenzeiten haben sich das Buch und der Hund schon immer als Freund des Menschen bewährt. In unserm Haus ibc in Bonaduz leben seit längerer Zeit drei Hunde und es gibt sehr viele Bücher. Von letzteren, also von unserer Bibliothek, soll hier die Rede sein. Als ich vor gut sechs Jahren in die Genossenschaft einzog, da fiel mir gleich die schöne Bibliothek im Gemeinschaftsraum auf. Weitsichtig hat man beim Innenausbau des Hauses eine Wand mit Regalen bis zur Decke eingerichtet. Erste Bewohner haben diese Hausbibliothek mit Büchern aus ihrem eigenen Fundus bestückt, sei es als Leihgabe oder als Schenkung. Es wurde eine Bibliothekarin gewählt, deren Aufgabe es war, die Bücher nach Rubriken alphabetisch sortiert nach Autor einzureihen. So findet man sich gleich zurecht, sei es, dass man nach einem Kriminalroman sucht, gerne eine Biographie lesen würde oder dass einem der Sinn nach Astrologie, Religion und Psychologie steht.

Zunächst wurde die Ausleihe mit Karteikarten betrieben. Aber als unsere Franziska das Bücherwesen übernahm, stellte sie vereinfachte Regeln auf: Bücherfreunde und -freundinnen sollten sich wie in einer Hotelbibliothek bedienen können. Man stellt das Werk später wieder ins Regal, ganz nach dem Motto „alles gehört allen“. Ein schönes Buch gekauft oder geschenkt erhalten? Nach dem Lesen gelangt manches aus Privatbesitz ebenfalls in unsere Bibliothek.

Genau so geht es jetzt mit „Muttner Küche gestern und heute“. Letzte Woche nahm ich als Gast an einer Buchvernissage in Chur teil. Erwin Wyss vom Walserverein Mutten als Autor präsentierte sein Buch über Kochen, Kultur und Geschichte der Menschen aus dem Walserdorf Mutten. Entstanden ist ein reich bebildertes volkskundliches Werk, in das man sich mit Wonne vertiefen kann. Erwin, der mit mir vor einigen Monaten in der TV-Sendung „Mini Schwiiz – dini Schwiiz“ zu sehen war, hat mir ein Exemplar dieses besonderen Kochbuches geschenkt. Danke! Und ganz klar, dass die „Muttner Küche“ jetzt als neuester Eingang unsere Büchersammlung bereichert. Denn Kochen und Lesen macht glücklich, und ein gutes Buch ist immer auch ein guter Freund!

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