Manchmal knirscht es im Knie und der Rücken tut weh

Beim Lesen meines letzten Blogs könnte der Eindruck entstanden sein, die ibc Bonaduz sei eine muntere Festhütte, immer etwas los, und die Genossenschafter seien pausenlos dabei, neue Events zu planen. Aber das ist etwas übertrieben, denn uns plagt schon manchmal ein Bazillus, wir liegen darnieder wegen allerlei Gebresten oder müssen sogar ins Spital, kurz: es gibt auch Krankheitstage.

Das Übliche in unserer Alterskategorie fällt ja niemandem auf – der eine trägt halt einen Herzschrittmacher, die andere ein Hörgerät und die und jener läuft mit dem Stock zum Coop. Aber dann gibt es diese Stürze, und es trifft die Fittesten, sei es beim Wandern, beim E-Biken oder in der Wohnung. Plötzlich sass Monika mit dem Arm in der Schlinge beim Café im Gemeinschaftsraum und berichtete von einem fatalen Sturz in den Bergen. Plötzlich musste Elisabeth ihre Velotour zum Bodensee im Spital beenden – Fuss- und Handgelenk operieren. Plötzlich bin ich selber in der Sauna ausgerutscht und sollte eine Knie-Vollprothese bekommen.

Aber dann ist man bei uns nicht auf sich alleine gestellt, denn die Gemeinschaft verfolgt den Heilungsprozess. Wie läufts mit der Physiotherapie, wie lange bleibst du in der Reha Andeer? Wieder an Krücken zurück, durfte ich reihherum Einladungen zum Essen annehmen. Ja es scheint so, als ob der gute Geist der ibc die Gesundung beflügeln würde, denn alle freuen sich über die Erstarkten. Toll, wenn man Elisabeth wieder auf dem E-Bike sieht und auch die Wanderfrauen wieder unterwegs sind.

Etwas schwieriger ist es bei Krankheiten, die nicht so sichtbar sind, wie Magenleiden, Migräne, Rückenschmerzen. Die Betroffenen ziehen sich dann oft zurück, und wenn man nicht zum engeren Freundeskreis zählt, weiss man kaum, weswegen. Wie soll man sich verhalten? Ist aktive Anteilnahme erwünscht oder lästig? Möchten die Kranken in Ruhe gelassen werden, oder könnte man schon einmal anklopfen und fragen: wie geht es dir, was kann ich für dich tun?

Eines ist jedenfalls sicher: wenn jemand von uns in Bedrängnis ist, und sei es mitten in der Nacht, dann darf in unserm Haus um Hilfe gerufen werden. Das hat kürzlich schon einmal funktioniert, als die Ambulanz den Kurt abholte. Aber am nächsten Tag kam er aufrechten Ganges und fröhlich wieder zurück – der gute Geist der ibc hat sicherlich geholfen!

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