Wenn wir kein Gästezimmer hätten..

 

Nicht nur zur Hoch-Ferienzeit und über Weihnachten/Neujahr ist das Gästezimmer in der ibc gefragt. Es ist nämlich so, dass sich manche Genossenschaftsmitglieder (ja, ein unschönes Wortgebilde…) hier in einer kleineren Wohnung eingerichtet haben. Sie hatten vielleicht früher ein ganzes Haus zur Verfügung. Dann aber hat man ja losgelassen und gibt sich bescheiden mit weniger Wohnraum zufrieden. Aber was, wenn sich Besuch anmeldet? Wo bringe ich meine Gäste unter? Soll dann das Sofa herhalten?

Verwandte und Freunde muss man bei der ibc nicht auswärts im Hotel einquartieren, denn es gibt ein Gästezimmer samt Bad im Haus. Sozusagen Vier-Sterne-Komfort zum Ein-Stern-Preis! Also das Zimmer, in dem locker drei Personen nächtigen können, kostet bei Doppelbelegung pro Nacht 45 Franken, Kinder unter zwölf Jahren bezahlen nichts. Schläft nur eine Einzelperson drin, bezahlt sie 30 Franken pro Nacht. Natürlich gibt’s Wi-fi, eine Aussicht ins Grüne, und das Bad kann sich auch sehen lassen.

Klar ist, dass man als Gastgeber die Rolle des Zimmermädchens übernimmt. In der Kommode liegt schöne Bett- und Badewäsche, und die soll für den nächsten Gast wieder bereit gestellt werden. Zum Frühstück treffen sich die Gäste bei ihren Verwandten oder, im Falle einer grösseren Gesellschaft, wäre gleich neben dem Gästezimmer unser Gemeinschaftsraum mit allem Küchenkomfort.

Die Buchung dieses tollen Gästezimmers geht übrigens ziemlich altmodisch analog vor sich. Auf einem Kalender setzt man zum betreffenden Datum seinen Namen und ein Kreuzchen. Der Zimmerschlüssel hängt im Putzkasten. So vertrauensvoll leben die Menschen zusammen in der ibc!

Im Moment bevölkern jedoch allerlei Enkelkinder das Haus. Diese haben ja oft länger Ferien als ihre Eltern und benötigen für die Zeit vor Schulanfang eine Betreuung. Da sieht man dann Trottinets samt Helm oder ein Kindervelo im Hausgang. Grosseltern lassen sich spannende Ausflüge einfallen, um ihren Enkelkindern die Umgebung von Bonaduz zu zeigen. Und die kleinen Gäste drücken das Durchschnittsalter unserer Bewohner und Bewohnerinnen merklich nach unten. Wenigstens bis sie wieder zur Schule müssen – in Zürich, Wettingen, Basel, Wien oder wo auch immer.

3 Kommentare zu „Wenn wir kein Gästezimmer hätten..

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  1. Liebe Susi Deine Blog-texte sind immer frisch und gut zu lesen. Es schwingt stets eine gewisse Leichtigkeit mit. Herrlich! Danke vielmals. Und die Blogseite, wo sich deine Beiträge sammeln, ist auch schon recht ordentlich anzuschauen.

    Mit lieben Abendgrüssen Ruedi

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