Wie kommunizieren wir eigentlich?

Unsere Genossenschaft präsentiert sich ja im Internet mit einer gepflegten Homepage. Da kann man sich mit Anklicken diverser Buttens  ein Bild über unser Haus und seine Bewohner/innen machen. Auch Veranstaltungen sind aufgelistet. Jetzt ist es aber nicht so, dass die hier wohnenden analog aufgewachsenen Senioren täglich die Webside aufschalten. In jüngeren Jahren verliessen sie sich auf das fix installierte Telefon, um Neuigkeiten auszutauschen. Ja wie gesagt, das sind halt alles Leute, die noch mit Schreibmaschine und Kohlepapier hantiert haben. Die laufen nicht mit dem Handy auf Brusthöhe herum und schlagen sich den Kopf an.

Auch mit einem Gesamt-E-Mail erreicht man nicht alle. SMS oder WhatsApp? Vergiss es. Am Zuverlässigsten sind immer noch die beiden Anschlagbretter in unserm Gemeinschaftsraum. Da kann man gemütlich davor stehen und schauen, was in der „ibc“ demnächst los ist. Links sind Flyer von kulturellen Anlässen der Region mit Magnetknöpfen fixiert. Interessiert mich ein Konzert in Chur? Oder ein Film in Thusis? Dann finde ich sicher eine Begleitperson im Haus.

Auf der rechten Anzeigetafel geht es um hauseigene Veranstaltungen. Lange zum Voraus sollte man zum Beispiel die Bewohner/Innenversammlungen in der eigenen Agenda notieren, denn an diesen Abenden werden wichtige Weichen des Zusammenlebens gestellt und in der Runde besprochen. Hier hängt auch ein Kalender, auf dem notiert ist, wann das Gästezimmer reserviert und wann es frei ist. Ferner ist aufgelistet, wer in der Liegenschaftskommission für was zuständig ist und wo man sich bei einem Feuerausbruch besammeln soll.

Aber es geht nicht nur um trockene Verwaltungsdinge. Auch Tavolata, Geburtstagsfeiern, Sing- und Musikabende oder Spielnachmittage werden hier angekündigt. Jetzt ist es aber so, dass Infos noch gründlicher präsentiert werden, nämlich mit einem bunt gestalteten Flyer gleich neben der Haustüre. Hier gehen sicher alle einmal täglich ein- und aus. So verpasst niemand die Einladung zum morgigen Grillabend, denn das wäre jammerschade. Wenn unser Grillmeister den prächtigen Gasgrill auf dem Gartenplatz anwirft, dann ist man doch gerne dabei. Fleisch, Wurst, Käse, Gemüse, dazu selbst präparierte Salate im Austausch (System bringen und nehmen), und heute spendest du den Wein und nächstes Mal ich. Dabei wird dann die schönste Form des Kommunizierens gepflegt, und das ist halt immer noch das Reden miteinander.

4 Kommentare zu „Wie kommunizieren wir eigentlich?

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